Mit den neuen Lockerungen und dem Wegfall der Ausgangssperre war auch die Raser- und illegale Tunerszene wieder unterwegs.

Polizeipräsident Gregor Lange hatte vor dem Wochenende (28.5.) bereits für mehrere Wochen wieder eine strategische Fahndung angeordnet. Die Polizei ging daher weiter gegen aufheulende Motoren und illegale Rennen in beiden Nächten dieses Wochenendes (28.5 bis 30.5) konsequent vor.
Mit Kontrollstellen, Verkehrsableitungen und der Überwachung bekannter Parkplätze in Dortmunds Innenstadt ging die Polizei dabei gegen die am Abend aufkommende Poser-Szene vor. Außerdem waren Beamte am Parkplatz des Lüner Theaters im Einsatz. Hier trafen sie auf 70 Fahrzeuge und rund 100 Personen. Die Einsatzkräfte sprachen mehrere Platzverweise aus – innerhalb weniger Minuten war Ruhe eingekehrt.


In beiden Nächten überprüften die Polizisten am Wall jeweils über 260 Fahrzeuge und weit über 500 Personen (Freitag: 181 Fahrzeuge, 359 Personen; Samstag: 85 Fahrzeuge, 190 Personen). Rechtfertigende Gründe, in der Nacht ohne Ziel über den Wall zu fahren, hatten die wenigsten. Die Polizisten verzeichneten am Freitag 108 Verwarnungsgelder und am Samstag neun. Sie fertigten fünf Ordnungswidrigkeitenanzeigen (Samstag: drei). Die Beamten stellten bei zusätzlichen Kontrollen der Coronaregeln 85 Verstöße (Samstag: sechs) fest.


Zwei rasende Motorradfahrer waren am Samstag auf der Straße Am Rombergpark bei einem illegalen Rennen von einem Polizisten entdeckt worden. Der Kraftradfahrer der Polizei verfolgte die Raser mit seinem Motorrad. Ein 18-jährigen Hagener und ein 21-jähriger Dortmunder hatten sich das Rennen illegal geliefert. Sie hatten ihre Fahrzeuge bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 130 km/h beschleunigt und waren so nebeneinander durch Kurvenverläufe gefahren und an teils mit Menschen besetzten Fußgängerquerungshilfen vorbeigerauscht. Die beiden Motorradfahrer konnten von der Polizei gestoppt werden – Führerscheine und Motorräder wurden sichergestellt. Die Ermittlungen zu diesem Strafverfahren laufen.
Im Bereich der Speestraße und Phönix West wurden am Samstag jeweils 60 szenetypische Fahrzeuge angetroffen – mit Platzverweisen wurden die betroffenen Bereiche geleert und für Ruhe gesorgt.
Auch diesmal galt: Erst als die letzten Fahrzeuge der Szene entnervt die Innenstadt verließen, beendete die Polizei die Kontrollmaßnahmen. Der entschlossene Einsatz gegen illegales Tuning, Rasen, Posen und damit einhergehende Begleiterscheinungen wie Ruhestörungen und Vermüllung wird auch in den kommenden Wochen und Monaten konsequent weitergeführt.

Quelle: Polizei Dortmund

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